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Ⓒ Steve Murez

Das Tchalik Quartett fällt wohl schon deshalb ins Auge, weil es aus vier Geschwistern besteht. Aufgewachsen in einer russisch-französischen Familie, in der Musik eine wichtige Rolle spielt, musizierten sie seit frühester Kindheit zusammen. Dieser innige Kontakt mit Kammermusik hat den vier jungen Musikern erlaubt, einen natürlichen Stil, eine gemeinsame Atmung und eine außergewöhnliche künstlerische Symbiose zu entwickeln.

 

Diese Qualitäten wurden beim ersten internationalen Wettbewerb anerkannt, an dem das Quartett teilnahm. Beim Internationalen Mozartwettbewerb 2018 in Salzburg gewann das Tchalik Quartett brillant den ersten Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Mozart Quartetts.

 

Das Tchalik Quartett trat 2016 an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid in die Klasse von Günter Pichler ein, einem Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts. Unterricht erhielt das Quartett von international bekannten Kammermusikern wie Jan Talich und Vladimír Bukač, (Quatuor Talich), Yovan Markovitch (Quatuor Danel), Luc-Marie Aguerra (Quatuor Ysaye),  Heime Müller (Artemis Quartett), Johannes Meissl (Artis Quartett) und Krzysztof Chorzelski (Belcea Quartet). Nicht zuletzt dank dieser hervorragenden Künstler, welche die verschiedenen europäischen Traditionen in der Musik widerspiegeln, konnten die Geschwister ihr großes klassisches und romantisches Repertoire entwickeln.

 

Das Tchalik Quartett begeistert sich auch für zeitgenössisches Repertoire, so haben sie Werke von Komponisten wie Jacques Boisgallais, Michèle Reverdy, Bastien David uraufgeführt. 2019 veröffentlichen sie ihr erstes Album, Short Stories, mit den Kammermusikwerken von T.Escaich, mit welchem die Geschwister seit längerer Zeit in enger Zusammenarbeit stehen. Diese Aufnahme wurde mit dem Choc de Classica ausgezeichnet. 2020 brachte das Tchalik Quartett das Werk von Pierre Farago Quale stormo d’augei notturno an der Philharmonie de Paris zur Uraufführung.   

                                                                                     

Das Tchalik Quartett war in Frankreich schon bei renommierten Festivals zu hören, darunter das Festival Radio France Occitanie Montpellier, Flâneries Musicales de Reims, die Streichquartett-Biennale der Philharmonie de Paris. Sie debütierten 2021 am Théâtre des Champs-Elysées. Auf der internationalen Bühne gastierte das Quartett bei dem Mozartfest Würzburg, dem Rheingau Festival dem Heidelberger Frühling in Deutschland, beim Midis Minimes in Brüssels, beim Bodensee Festival in der Schweiz, beim Palazzetto Bru Zane in Venedig, bei dem Haydn Festival des Esterhazy Schlosses in Ungarn, im Mendelssohn-Haus in Leipzig und im Mozarteum in Salzburg. In Dezember 2019 hat das Tchalik Quartett zum ersten Mal in China getourt. Es ist regelmäßig im Radio bei France Musique, Radio Classique, Musiq’3 (RTBF), SWR2, Espace 2 (RTS), BBC 3… zu hören.

 

Das Tchalik Quartett gewann die Prämie der Fondazione Monte dei Paschi 2017 in Siena, und wurde Preisträger des Tremplin de la Philharmonie de Paris. Es genießt die Unterstützung der Fondation Safran pour la musique. Ende 2017 wurde das Ensemble ein dauerhaftes Mitglied bei ProQuartet und wurde von Simone Gramaglia (Quartetto di Cremona) ausgewählt, um an dem Projekt Le Dimore del Quartetto in Italien teilzunehmen. 2019 wurde das Tchalik Quartett Sitpendiat der Akademie des Heidelberger Frühling.

 

Die zweite CD des Tchalik Quartetts, die der Kammermusik von Reynaldo Hahn gewidmet war, wurde mit dem ffff von Telerama ausgezeichnet. Die dritte CD, mit den Quartetten von Saint-Saëns, erschien im September 2021 und erhielt den Choc de Classica.

 

Die Mitglieder des Tchalik Quartett spielen auf Instrumenten und Bögen, die für sie vom Geigenbauer Philippe Mitéran und vom Bogenmacher Konstantin Cheptitski geschaffen wurden.

 

Des Weiteren spielen die Tchaliks regelmäßig auch als Quintett mit ihrem Bruder Dania Tchalik am Klavier.